Hilfe







...wenn Sie Gewalt erleben, sei es in der Beziehung, der Familie oder überhaupt...

...wollen wir Sie darin unterstützen, sich aus der Gewaltbeziehung lösen zu können, die Kraft und den Mut zu entwickeln ggf. eine Trennung zu vollziehen und sich in die Selbständigkeit zu wagen;

...beraten wir Sie zu den Möglichkeiten des Gewaltschutzgesetzes. Wir planen mit Ihnen zusammen die Schritte, die nötig sind damit Sie in Sicherheit leben können;

...unterstützen wir Sie auf dem Weg dorthin, auch wenn Sie sich vielleicht jetzt noch nicht von Ihren gewalttätigen Partner trennen können/wollen;

...begleiten wir Sie dabei, sich ihrer eigenen Stärke und ihrer Fähigkeiten bewusst zu werden und neue zu entdecken, sie weiter zu entwickeln und sich dadurch vor Gewalterfahrungen besser schützen oder sich wirksamer dagegen zu wehren;

...soll unsere Beratung Ihnen helfen, die daraus entstandenen Traumata sowie die oft damit einhergehenden Probleme wie z.B. Selbstwertverlust, Ängste, Depressionen und psychosomatische Symptome (z.B. Essstörungen und Suchtverhalten) zu bearbeiten und zu überwinden;



Unser Hintergrund

Gewalterfahrungen einer Frau verstehen wir nicht als ihr individuelles Schicksal, sondern sehen sie vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Jahrhunderte lang tradierte und aktuelle Normen und Werte sind die Grundlage diskriminierender, einengender und von Gewalt geprägten Lebensbedingungen für Frauen. Nicht nur selbsterlittene körperliche Übergriffe (Misshandlungen jeder Art einschließlich sexueller Übergriffe) oder psychische Gewalt (Demütigungen, Drohungen, Missachtung etc.), sondern bereits die Angst vor der allgegenwärtigen Gewalt führt zur Einschränkung in der Bewegungsfreiheit von Frauen und beschneidet ihre Entwicklungsmöglichkeiten.
Es ist statistisch belegt, dass Männergewalt gegen Frauen nichts an Brisanz und Bedrohung verloren hat. Und es ist wichtig, sich immer wieder zu vergegenwärtigen, wie sehr sich von der Gewalterfahrung einer Frau mittelbar auch zahlreiche weitere Frauen mitbetroffen fühlen.
Wir verstehen damit unsere Arbeit auch als Arbeit für die Gleichberechtigung der Geschlechter gemäß § 3 Artikel 1 – 3 des Grundgesetzes.

Das im Januar 2002 in Kraft getretene Gewaltschutzgesetz macht überdies deutlich, dass häusliche Gewalt keine ’Familienstreitigkeit’ sondern eine strafbare Handlung ist.
Dies alles begründet unseres Erachtens die gesellschaftliche Notwendigkeit unserer Arbeit, der wir uns mit unserem Engagement verpflichtet fühlen.


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